Flüssigtapete

Die exclusive Wandbeschichtung!

Verarbeitung

Flüssigtapete kann im Spritzverfahren und im Spachtelverfahren verarbeitet werden. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile.

Beim Spritzverfahren werden idealerweise 3 Schichten gespritzt, welche zwischendurch trocknen müssen. Vor dem Spritzen müssen angrenzende Bereiche abgeklebt werden, was je nach Umgebung sehr aufwändig sein kann. Damit wird unter Umständen der Zeitvorteil wieder zunichte gemacht.
Das Spritzen ergibt generell eine grobere Struktur. Falls es auf Zeitersparnis ankommt, sollte man alle Wände inklusive der Decke mit dem gleichen Material beschichten. Dann erspart man sich viel Mühe beim Abdecken.
Vorteil: besonders bei großen zu beschichtenden Flächen hat man eine deutliche Zeitersparnis und der Spaßfaktor ist auch höher.
Nachteil: gegebenenfalls muss viel Vorarbeit für das Abkleben erbracht werden, Ausbesserungen von beschädigte bzw. verschmutzte Flüssigtapete werden aufgrund der unterschiedlichen Struktur sichtbar bleiben

Für das Spachteln benötigen Sie eine flexible Kunststofftraufel. Wenn diese zu steif ist, kommt es schneller zur Riefenbildung in der Flüssigtapete durch die Ecken der Traufel. Ideal ist hier eine Blattstärke von 1,5-2 mm.
Beim Spachtelverfahren arbeiten Sie sich von den Kanten zur Wandmitte vor.
Vorteil: Das Spachtelverfahren benötigt keine Vorarbeiten und verursacht praktisch keine Verschmutzung des Raumes. Wenn Sie nichtfärbende Flüssigtapete verwenden, können Sie sogar den Teppich liegen lassen. Ausbesserungen sich unsichtbar möglich.
Nachteil: erhöhter Kraft- und Zeitaufwand. Der ungeübte Nutzer sollte erst etwas Erfahrungen bei einem ‘Testquadratmeter’ sammeln, bevor die komplette Wand angefangen wird.

Vorbehandlung des Untergrundes für die Verarbeitung

Der Untergrund muss für die Beschichtung sauber, rauh und idealerweise weiß oder in der Farbe der Flüssigtapete sein. Da die Flüssigtapete ca. 3 Tage zum Trocknen benötigt, dürfen keine wasserlöslichen färbenden Bestandteile im Untergrund vorhanden sein, da es ansonsten zur Fleckenbildung während des Trocknungsprozesses kommen kann. Bitte beachten Sie hierzu unsere Hinweise zu den verschiedenen Untergründen!

Flüssigtapete verarbeiten

Nehmen Sie ein sauberes großes Kunststoffgefäß (Kunststoffwanne) und füllen Sie die angegebene Menge handwarmes Wasser (siehe Beutelaufdruck) hinein. Danach geben Sie die die Flüssigtapete hinzu und beginnen die Masse zu vermischen. Bitte immer nur mit der Hand vermischen, niemals mit einem elektrischen Rührer.
Anschließend lassen Sie das Material nun eine halbe Stunde unbeachtet, damit der beigefügte Kleber quellen kann.Die Zeit können Sie nutzen um sich grob zu errechnen wie weit Sie mit dem angemischten Material kommen müssen. Danach nochmal alles ordentlich durchmischen.
Beim Mischen sollten Sie darauf achten, dass Sie die Masse wegen der Staubentwicklung langsam verrühren. Ansonsten entsteht kein Schmutz und kein Verschnitt.

Mit einem Standardgebinde können ie 5qm Wandfläche beschichten.
Das A und O ist hierbei die Beschichtungsstärke. Um Ihnen einen idealen Einstieg in die Verarbeitung zu ermöglichen packen wir für Neukunden 1 m² separat ab. Damit ist es Ihnen möglich auf einen m² Fläche das richtige Gefühl für die Beschichtungsstärke zu bekommen.
So, die Anquellphase ist nun vorbei. Prüfen Sie die richtige Verarbeitungskonsitzenz, indem Sie mit der gespreitzen Hand oder der Kunsstoff-Traufel furchen ziehen. Diese müssen dahinter langsam wieder einfallen. Gegebenenfalls geben Sie noch etwas Wasser hinzu.

Mit der Edelstahlkelle wird das Material auf die Kunsstofftraufel gegeben.
Die Kunsstofftraufel wird so an die Wand gesetzt, dass sie unten leicht an der zu bearbeitenden Fläche anliegt und das Material oben sichtbar ist. Nun ziehen Sie die Kunsstofftraufel nach oben, anschließend kreuz und quer. Dadurch wird die Masse gleichmässig verteilt.
Die Kunststofftraufel sollte immer leicht schräg von der Wand weisen, also nicht flächig auf die Flüssigtapete drücken. Dadurch entsteht die gewünschte Verarbeitungsstärke des Materials. Das Material wird ohne Kraftaufwand verarbeitet, auf keinen Fall wie beim Reibeputz verreiben. Behalten Sie die Materialdicke immer unter Kontrolle. Eventuell entsandene Riefen bitte im Nachgang glätten, bevor das Material trocknet.
Der Grundanstrich erleichtert durch das darin befindliche Granulat das Beschichten. Durch die rauhe Oberfläche verhaken sich die unteren Faser, sodass Sie überschüssiges Material darüber abziehen und sich somit die Materialdicke einstellt.
Jedoch verursachen manchmal unebene Wände und ein falsches Halten der Kelle ein zu dickes Auftragen. Prüfen Sie von Zeit zu Zeit die Beschichtungsstärke.

Beim Beschichten sollten Sie die Materialstärke überpüfen. Hierzu drücken Sie eine Ecke der Kunststoffftraufel in die beschichtete Fläche. Dadurch können Sie die Materialstärke abschätzen.
Generell werden Wände von den Ecken aus zur Fläche hin verarbeitet.
Vom Startpunkt weg entnehmen Sie nun mit der rechtwinklig zur Wand angestellten Kunsstofftraufel etwas Material von der aufgetragenen Beschichtung.

Das Material bleibt am Rand der Kunststofftraufel haften. Setzen Sie nun den Glätter an der Ecke an und ziehen Ihn zur Raummitte. Sie beschichten erst alle Ränder und arbeiten sich dann nach innen vor.


Aus dem verbleibenden Restmaterial fertigen Sie sich eine Reserve-Tafel.
Wenn Sie mit den Arbeiten fertig sind reinigen Sie das Werkzeug.
Das unterbrechen der Arbeiten bis zum folgenden Tag ist kein Problem. Sie sollten das Material nur täglich zweimal aufrühren und ca eine halbe Stunde vor Verarbeitungsbeginn die Ränder vom Vortag nochmal mit einer Wasserspritze auf ca 40cm Breite kräftig anfeuchten.

Wichtiger Hinweis: Da für die Verarbeitung ca. 2 – 2,5 l Wasser pro m² benötigt werden, müssen Sie durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. dem Einsatz von Heizern, Raumentfeuchtern, Ventilatoren und Stoßlüften dafür sorgen, dass die Trockenzeit, auch bei schlechter Witterung, drei Tage nicht überschreitet.
Ein Überschreiten der Trockenzeit könnte Fleckenbildung (z.B. Stockflecken) zur Folge haben.

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